GLOSSAR

Glossar

Nutzen Sie unser Glossar, um Ihr uhrmacherisches Wissen zu erweitern:


Anordnung

Die Positionierung der verschiedenen Komponenten des Uhrwerks oder der Uhr zueinander.

Arabische Ziffern

1, 2, 3 etc.
Arabische Ziffern, die im 18. Jahrhundert häufig auf Zifferblättern verwendet wurden, lassen größere Spielräume für Kreativität als römische Ziffern.
Die meisten Luxusuhrenhersteller verwenden arabische und römische Ziffern gleichermaßen.

Atm (Atmosphäre)

Maßeinheit für die Wasserdichtigkeit einer Uhr und insbesondere für ihre Druckfestigkeit. Basiert auf dem Normatmosphärendruck, der bei 1013 Hektopascal oder etwa 1 bar liegt.
Kann auf verschiedene Weise ausgedrückt werden: 10 atm = 10 bar = 100 Meter Wassertiefe.

Aufzugsmechanismus

Der Mechanismus, der die Triebfeder einer Uhr spannt oder die Gewichte in einer Standuhr hebt. Er umfasst etwa zehn Bauteile.
Der Aufzug und der manuelle Einstellmechanismus haben heute einige gemeinsame Bauteile.

Automatikwerk (Selbstaufzug)

Bei diesem Mechanismus wird die Triebfeder automatisch durch die Bewegung des Arms aufgezogen, welche einen Rotor in Gang setzt, der wiederum, über spezielle Zahnräder, die Triebfeder aufzieht.

Batterie

Ein Bauteil, das mithilfe einer chemischen Reaktion elektrische Energie erzeugt. Üblicherweise hält eine Batterie zwei bis fünf Jahre. Die Lebensdauer hängt von dem Uhrentyp und der Energie ab, die für die verschiedenen Funktionen benötigt wird. Ein Chronograph verbraucht beispielsweise mehr Energie als eine Uhr, die lediglich Stunden, Minuten und Sekunden anzeigt. Uhrenbatterien sind entweder Silberoxid- oder Lithiumbatterien.

Einige Lithiumbatterien haben eine theoretische Lebensdauer von 10 Jahren.

Chronograph

Eine Uhr mit Stunden-, Minuten- und Sekundenanzeige sowie einem Mechanismus, dessen Zeiger auf Wunsch gestartet, gestoppt und auf Null zurückgesetzt werden kann, um einen Zeitabschnitt auf eine Fünftel-, Zehntel- oder sogar Hundertstelsekunde genau zu messen. Zusätzliche Minuten- und Stundenzähler (normalerweise 30 Minuten und 12 Stunden) addieren die Anzahl der Umdrehungen des Chronographenzählers. Die Genauigkeit der gestoppten Zeiten ist nur gewährleistet, wenn der Chronograph die Kriterien der „Chronometer“-Kennzeichnung erfüllt.
Die ersten Chronographen hinterließen noch Tintentropfen auf dem Zifferblatt. Da dies schon lange nicht mehr zutrifft, müsste ein Chronograph streng genommen als Chronoskop bezeichnet werden.

Chronometer (allgemeine Definition)

Ein Chronometer ist, etymologisch gesehen, ein Zeitmessinstrument. Mittlerweile ist damit eine Hochpräzisionsuhr mit Sekundenanzeige gemeint, dessen Uhrwerk über mehrere Tage in verschiedenen Positionen und bei verschiedenen Temperaturen von einem offiziellen, neutralen Institut geprüft wurde. Nur die Mechanismen, welche die Präzisionskriterien nach ISO 3159 oder ähnliche Anforderungen erfüllen, erhalten ein offizielles Chronometer-Zertifikat.
In der Schweiz ist es die Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres (COSC), die diese Zertifikate ausstellen darf. Auf Grundlage der Anforderungen der ISO 3159 hat die COSC außerdem einige Spezifikationen zum Testen von Quarzuhrwerken herausgegeben.
Ein Chronograph, der ein Zeitintervall misst, darf nur als „Chronometer“ bezeichnet werden, wenn er als solcher offiziell zertifiziert wurde.

Complication

Any function other than the indication of hours, minutes and seconds, regardless of whether the mechanism is hand-wound or self-winding, mechanical or electronic, and of movement height. The tourbillon and the self-winding system are considered to be complications even though they do not fall within the generic definition.
Far from being a passing fad, complications were instrumental in the rediscovery of the watchmaker's art in the 1980s and have continued to play an important role in the development of the traditional wristwatch. Complications fall into two categories according to whether they are or are not related to timekeeping.

Diamant

Der Diamant ist der härteste und der strahlendste Edelstein.
Der Preis eines Diamanten wird nach den 4C-Kriterien errechnet: Cut (Schliff) - Carat (Karatgewicht) - Clarity (Reinheit) - Color (Farbe).
Das Gewicht eines Diamanten wird in Karat ausgedrückt: 1 Karat entspricht 0,20 Gramm.
Der Diamant ist reiner, farbloser Kohlenstoff, der im Schmuckhandwerk in Facetten geschliffen wird, um sein Strahlen zu verstärken.
In der Uhrmacherkunst wird der Diamant zur Verzierung von Armbändern, Gehäusen und Lünetten etc. verwendet.
Heute kaufen Unternehmen aus der hohen Uhrmacherkunst und der hohen Schmuckkunst Diamanten im Einklang mit den Zertifizierungsanforderungen des Kimberley Prozesses und dem angegliederten Garantiesystem, mit denen der Handel mit so genannten Blutdiamanten unterbunden werden soll.

Drücker

Ein Knopf, über den eine Funktion betätigt wird, zum Beispiel das Öffnen des Gehäusedeckels oder Starten und Stoppen des Chronographen.

Etablissage

Herstellungsschritt der Uhren- bzw. Uhrwerkproduktion, bei dem die verschiedenen Bauteile zusammengesetzt werden. Im Allgemeinen umfasst der gesamte Vorgang die Annahme, die Prüfung und Lagerung der Entwürfe, Regulierbauteile und anderer Komponenten für das Uhrwerk und die Außenhülle, den Zusammenbau, das Einstellen, das Anpassen von Zifferblatt und Zeigern, das Anpassen des Uhrwerks und die Abschlusskontrolle, bevor die Uhr verpackt und versandt wird.

Ewiger Kalender

Wurde entwickelt, um die Besonderheiten des gregorianischen Kalenders integrieren zu können. Der Kalender gilt ewig, da er sich automatisch an die Monate mit 30 Tagen und an den 28. bzw. 29. Februar anpasst. Der Kalender hat dafür einen mechanischen Speicher, dessen Sequenzen sich alle 48 Monate wiederholen, damit sie dem Zyklus der Schaltjahre angepasst sind. Er muss lediglich an die außergewöhnlichen Nichtschaltjahre, als nächstes 2100 und 2400, angepasst werden.

Faltschließe

Eine mehrgliedrige Schließe, die sich beim Öffnen entfaltet. Sollte sich die Schließe versehentlich öffnen, kann sie das Armband dennoch halten und verhindert, dass die Uhr vom Handgelenk rutscht.

Finish (Finissage)

Der letzte Schritt in einem Produktionsprozess.
Beim Uhrengehäuse ist es der letzte Schritt beim Zusammenbau der Teile, damit sie funktionieren.

Flyback (Fliegende Sekunde)

Eine speziell für Piloten entwickelte Funktion, mit der der Chronographenzeiger mit nur einmaligem Betätigen des Drückers auf Null gesetzt und sofort wieder gestartet werden kann.
Das Stoppen, auf Null setzen und erneute Starten des Zeigers in drei einzelnen Schritten würde bei hoher Geschwindigkeit zu viel Zeit kosten.

Foudroyante (Blitzende Sekunde oder Zeiger) (Fliegende Sekunde)

Zeiger auf einem Chronographen, der pro Sekunde eine Umdrehung macht und dabei vier, fünf oder auch acht Mal stoppt und die Viertel-, Fünftel- oder Achtelsekunde anzeigt.
Auch Foudroyante genannt.

Frequenz

Anzahl der Schwingungen pro Sekunde, gemessen in Hertz (Hz). Die Unruh macht eine Hin- und Herbewegung in einer bestimmten Frequenz (zwei Halbschwingungen = 1 Hz). Je höher die Frequenz, desto präziser die Uhr: 21.600 Halbschwingungen/h (3 Hz), 28.800 Halbschwingungen/h (4 Hz) und 36.000 Halbschwingungen/h (5 Hz).

Quarz schwingt in einer elektronischen Uhr mit einer hohen Frequenz von meist 32.768 Hz (allgemein abgekürzt mit 32 kHz).

Gangreserve, Anzeige

Die visuelle Anzeige der verbleibenden Zeit bis die Triebfeder aufgezogen werden muss.

Gangreserve: Gibt in Stunden oder Tagen an, wie lange eine voll aufgezogene Uhr funktioniert, bis sie wieder aufgezogen werden muss.

Gehäuse

Behältnis, welches das Uhrwerk vor Staub, Feuchtigkeit und Stößen schützt.
Das Gehäuse bestimmt auch das Aussehen einer Uhr und muss je nach Trend und Geschmack des Verkäufers ansprechend sein.
Die Hauptbestandteile eines Lépine Armbanduhrengehäuses sind der Mittelteil, in dem das Uhrwerk sicher gelagert ist, und der Gehäusering. Auf der Brückenseite ist der Mittelteil durch eine Rückabdeckung verschlossen (manchmal auch mit einem zweiten innenliegenden Deckel, der Cuvette). Auf der Zifferblattseite wird es durch die Lünette verschlossen, in die das Uhrenglas eingelassen ist.

Gehäuseboden

Die Abdeckung eines Uhrengehäuses, die sich auf der Rückseite des Zifferblattes befindet und auch transparent sein kann.

Genfer Streifen (Côtes oder Vagues de Genève)

Ein Dekor mit wellenförmigen Linien, das oft zur Verzierung von hochwertigen Uhrwerken verwendet wird.

GIA

Gemological Institute of America.

Gold

Gold ist nicht nur aufgrund seiner Schönheit so beliebt, sondern auch, weil nicht einmal Säure seine natürlichen Eigenschaften angreifen kann. Schätzungsweise 130.000 Tonnen wurden seit der Urzeit aus der Erde abgebaut, davon 100.000 Tonnen allein im 20. Jahrhundert. Gold ist formbar (mit einer Härte von nur 2,5) und kann deshalb gut verarbeitet werden. Es kann in einer Legierung mit anderen Metallen, oftmals mit Silber und Kupfer, verwendet werden. Diese Legierungen erhöhen seine Widerstandsfähigkeit und verändern seine Farbe.

Eine 18 Kt. (Karat) oder 750er Goldlegierung ist im Allgemeinen gelb, pink, rot oder weiß. Für die ersten drei Farbtöne gibt es eine Farbnorm. Jede Legierung hat denselben Grundanteil mit 750 Anteilen Gold pro tausend Gewichtsanteile. Ein gelber, pinker oder roter Farbton wird durch den veränderten Anteil an Silber oder Kupfer erzielt, das jeweils den restlichen Teil mit 250 Anteilen ausmacht. Weißgold ist eine Legierung mit Palladium (einst Nickel) und wird häufig zur Verstärkung der Weiße rhodiniert. Zu Beginn der 1990er Jahre wurde Nickel immer weniger in Weißgold verwendet. Mit dem Aufkommen von Weißgoldlot, das dieselbe Farbe wie die Legierung hat, konnten große Gegenstände aus Weißgold und ohne Rhodinierung angefertigt werden, da Rhodium nur als dünne Schicht aufgetragen wird und den Nachteil hat, dass es mit der Zeit an manchen Stellen abreiben kann.

Es gibt auch andere Goldfarbtöne, die jedoch nur selten verwendet werden:

•Blaugold: eine Gold-Eisen-Legierung. Durch eine Wärmebehandlung oxidieren die Eisenmoleküle an der Oberfläche des Metalls und erzeugen so den blauen Farbton.
•Grüngold: eine Gold-Silber-Kupfer-Legierung.
•Schwarzgold: entsteht durch chemisches Aufdampfen (ähnlich wie PVD) von Atomen von Gold, Kohlenstoff und anderen Metallen. Die schwarze Beschichtung ist nur wenige Mikronen dick. Andere Oberflächenbehandlungen nutzen die Elektroplattierung mit Rhodium, Chrom und sehr dunklen Verunreinigungen.
•Braungold: entsteht durch chemische Behandlungen.

Hemmung

Ein Mechanismus, der Räderwerk und Regulierorgan miteinander verbindet. Er bewirkt das regelmäßige Anhalten des Räderwerks und gibt der Unruh Energie.

Die wichtigsten Uhrenhemmungen sind:
•rückführende Hemmungen (Spindel- oder Kronradhemmung)
•ruhende Hemmungen (Zylinder-, Komma-, Duplexhemmung)
•freie Hemmungen (Anker-, Chronometerhemmung)
Die Ankerhemmung wird heute mit Abstand am häufigsten verwendet. Außergewöhnliche Uhren können mit einem anderen Mechanismus ausgestattet sein, oft mit einer Chronometer- oder Kommahemmung.
Historisch gesehen kann man von der Anker- und der Schweizer Ankerhemmung sprechen, da die Schweizer Ankerhemmung heute zumeist zum Einsatz kommt, da sie besonders für Armbanduhren und Chronometer geeignet ist.

Jahreskalender (Uhr)

Ein einfacher Voll- oder Teilkalender, der Monate mit weniger als 31 Tagen automatisch berücksichtigt, Schaltjahre jedoch nicht. Er muss einmal im Jahr korrigiert werden.

Kaliber

Synonym für die Größe. Sully verwendete diesen Ausdruck um 1715 zur Bezeichnung der Anordnung und Abmessungen der verschiedenen Säulen, Räder, Federgehäuse etc. eines Uhrwerks. Seitdem wurde „Kaliber“ zur Angabe der Form eines Uhrwerks, seiner Brücken, der Herkunft der Uhr, dem Herstellernamen etc. verwendet.
Nun bezeichnet es das Uhrwerk selbst.
Das runde Kaliber ist am häufigsten anzutreffen. Es wird über den Gehäusedurchmesser beschrieben, der in Linien oder Millimetern angegeben wird, z. B. ein 10'' / 22,5 mm rundes Kaliber. Die Form und die Anordnung der Brücken dienen der Unterscheidung zwischen einem Brückenkaliber, in dem jedes Rad unter einer Brücke gelagert ist, einem Revolverkaliber, dessen Federhausbrücke einer Pistole ähnelt, einem gebogenen Brückenkaliber, in dem sich die Brücken Richtung Uhrwerkmitte biegen, und einem Kaliber mit Dreiviertelplatine, bei dem das gesamte Räderwerk, mit Ausnahme des Hemmungsrads, unter einer Brücke gelagert ist, die etwa Dreiviertel des Uhrwerks bedeckt.

Komplikation

Jede Funktion neben der Stunden-, Minuten und Sekundenanzeige, unabhängig davon, ob der Mechanismus mit Hand- oder Automatikaufzug ist, mechanisch oder elektronisch, und unabhängig der Uhrwerkhöhe. Das Tourbillon und der Automatikaufzug werden als Komplikation bezeichnet, auch wenn sie nicht unter die allgemeine Definition fallen.
Komplikationen sind keine Randerscheinung, sondern haben sehr zur Wiederentdeckung der Uhrmacherkunst in den 1980er Jahren beigetragen und spielen nach wie vor eine wichtige Rolle bei der Entwicklung traditioneller Armbanduhren. Komplikationen lassen sich in zwei Kategorien einordnen, je nachdem ob sie mit der Zeitmessung in Verbindung stehen oder nicht.

Kristall

Kristall ist ein Mineral, dessen Atome eine sehr regelmäßige Struktur bilden. Die meisten Edelsteine sind Kristalle.

Krone (Uhrmacherkunst)

Die drehbare Krone ist ein gerändelter oder geriffelter Knopf in verschiedenen Formen, der mit Daumen und Zeigefinger bewegt wird und zum Aufziehen der Uhr dient. In einige Kronen ist ein mobiler Drücker zur Bedienung des Chronographenmechanismus oder zum Öffnen des Sprungdeckelgehäuses integriert.
Die erste Krone zum Aufziehen und Einstellen der Zeit saß an einer Uhr, die John Arnold 1820 angefertigt hat. Das System wurde um 1832 durch Breguet für Miniaturuhren perfektioniert, und 1838 durch Louis Audemars in Le Brassus patentiert. 1844 erfand Adrien Philippe den Kronenaufzug, den er ebenfalls patentieren ließ und der alle anderen Systeme ersetzen sollte.
1847 erfand Charles-Antoine LeCoultre das schlüssellose Aufzugssystem mit Wippe und seitlichem Drücker zum Stellen der Uhr.

Leder

Abkürzung für Lederarmband.

LumiNova®

Eine Leuchtsubstanz der neuen Generation, mit der Zeiger und Ziffern überzogen werden. Sie speichert Licht, das sie in der Dunkelheit abgibt. Die Zeiger und Ziffern werden so zum Leuchten gebracht und bleiben sichtbar. Früher wurden Radiumsalze verwendet, die aufgrund ihrer zu gefährlichen radioaktiven Eigenschaften durch Tritium und nun durch Super-LumiNova, einem nichtradioaktiven Aluminiumoxid, ersetzt wurden.
LumiNova® ist ein eingetragenes Warenzeichen von Nemoto and Co. Ltd.

Lünette

Ein Ring um das Gehäuse zum Schutz des Uhrenglases.
Eine drehbare Lünette kann zusätzliche Informationen wie etwa zur Dauer eines bestimmten Ereignisses geben.
Die Lünette auf einer Taucheruhr ist nur einseitig drehbar. Diese bewusste Funktion bietet zusätzlich Sicherheit, da sich die Lünette nur so drehen kann, dass sich die Tauchzeit verkürzt. Sollte sich die Lünette also versehentlich verstellt haben, kann der Taucher dennoch mit genügend Luft und mit Dekompressionsstopps auftauchen.

Mechanismus

Ein Komplex von Bauteilen, der eine Funktion ausführt.
Die Uhr ist ein Mechanismus, deren verschiedene Bestandteile selbst Mechanismen mit einer jeweils spezifischen Funktion sind.
Chronographenmechanismus: Kombination von Bauteilen zum Ingangsetzen, Stoppen und auf Null setzen des/der Chronographenzeiger(s).
Repetitionsschlagwerk: Kombination von Bauteilen, die den Schlagmechanismus auslösen und die Hämmer aktivieren.

Meister

Titel, den ein Meister innehat.
In der Schweiz muss ein Meister eine Prüfung ablegen sowie mehrere Jahre Berufserfahrung als Uhrmacher haben. In Genf gab es die ersten Meister im Jahr 1601.

Mother-of-pearl

Natural mother-of-pearl is the iridescent surface of the inside of certain shells. It is used as watch dials giving big stainless steel watches a rich appearance.
Synthetic mother-of-pearl is made from fish scales and horn.
Mother-of-pearl has opalescent shades.

Movement

The assembled organs and mechanisms of a watch, namely the winding and hand-setting mechanism, the mainspring, the gears, the escapement and the regulating organ (balance and spring).

Nacre (Perlmutt)

Die schillernde Substanz, die von Weichtieren um ein fremdes Objekt abgesondert wird. Perlen und Zuchtperlen werden von einigen Austern- und Muschelarten mit Perlmutt bedeckt.

Perlmutt

Natürliches Perlmutt ist die schillernde Oberfläche an der Innenseite bestimmter Muscheln. Es wird als Zifferblatt verwendet, um große Uhren aus Edelstahl eindrucksvoll zu verzieren.
Synthetisches Perlmutt wird aus Fischschuppen und Horn hergestellt.
Perlmutt hat opalisierende Farbtöne.

Polierung

Eine glatte Oberfläche bekommt ein mattes oder glänzendes Finish.

Zum Beispiel: Hochglanzpolitur (schwarze Polierung).

Quarz

Der als Regulierorgan eingesetzte Quarz hat die spezielle Eigenschaft, bei einer sehr hohen Frequenz zu schwingen (32 kHz), wenn er unter Strom gesetzt wird (piezoelektrische Eigenschaft). Unter bestimmten Bedingungen gibt er seine eigene Schwingung an den Kreislauf weiter, die ihn in genaue Zeiteinheiten unterteilt. Diese Eigenschaft wird seit den 1970er Jahren in elektronischen Uhren genutzt.

Der in elektronischen Uhren verwendete Quarz ist industriell gefertigter, synthetischer Quarz.

Reinheit

Die Reinheit gibt die Abwesenheit von Einschlüssen in Edelsteinen an. Die Reinheitsskala für Diamanten reicht von IF (Internally flawless, keine inneren Einschlüsse) bis I3 (zahlreiche, mit dem bloßen Auge sichtbare Einschlüsse). Ein Diamant wird mit einer zehnfachen Lupe auf seine Reinheit untersucht.

Römische Ziffern

I, II, III etc.
Römische Ziffern wurden traditionell auf Zifferblättern in Uhren und Armbanduhren verwendet.
Die IV wird oft als IIII dargestellt, um eine symmetrische Einheit mit der VIII zu bilden. Nur die IX wird nach dem Subtraktionsprinzip dargestellt.

Rubin

Ein sehr fester, natürlich vorkommender roter Stein, der eine Art des Korunds ist (Aluminiumoxid). Rubine sind besonders gut geeignet, um Lagersteine (Schmucksteine) für die verschiedenen beweglichen Teile einer Uhr und die Organe der Hemmung zu fertigen und dadurch die Reibung auf ein Minimum zu reduzieren.
Gebohrte Rubine wurden erstmals von Nicolas Fatio de Duillier im Jahr 1704 verwendet. Natürliche Rubine werden nun durch synthetische Rubine ersetzt.

Im Allgemeinen sollte eine simple mechanische Uhr, die z.B. Stunden, Minuten und Sekunden anzeigt, mindestens fünfzehn Lagersteine an den Stellen haben, die der Reibung am meisten ausgesetzt sind.

Saphir

Der Saphir ist eine Art des Korund und tritt in vielen Blaufarbtönen und zahlreichen weiteren Nuancen auf: mauve, gelb, orange, pink-orange (Padparadscha), grün, schwarz... - außer rot (rotes Korund ist Rubin). Sechsseitige Asterismen treten manchmal in Sternsaphiren auf, die durch Einlagerungen kleiner, dünner, paralleler Rutilstifte entstehen. Viele Saphire sind wärmebehandelt, um deren Farbe und Transparenz zu verbessern. Saphir hat eine Härte von 9 und eine Dichte von 3,9 - 4,1.

Aus farblosen, synthetischen Saphiren werden oft Uhrengläser gefertigt.

Schraube

Ein Befestigungselement mit zylindrischem Schaft, teilweise oder auf ganzer Länge geriffelt, und einer Endung mit einem Einlass für den Schraubendreher.

Sekunde

Die Grundeinheit der Zeit, die 1/86.400 eines durchschnittlichen Sonnentages darstellt, welcher der Rotationszeit einer perfekten Erde um die eigene Achse entspricht, die in einem Jahr einen Kreis um die Sonne zurücklegt, bei gleichbleibender Geschwindigkeit und auf Höhe des Äquators.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Atomuhren so präzise, dass sie die äußerst kleinen Abweichungen (einige Hundertstelsekunden pro Jahr) der Erdrotation um die eigene Achse darstellen konnten. Deshalb wurde damals der Referenzstandard neu festgelegt. Die neue Definition wurde 1967 von der 13. Generalkonferenz für Maß und Gewicht als „ das 9.192.631.770-fache der Periodendauer der dem Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustands von Atomen des Nuklids 133Cs entsprechenden Strahlung“ ratifiziert.

Traditionell wird die Sekunde in Zehntel, Hundertstel, Tausendstel (Millisekunde), Millionstel (Mikrosekunde), Billionstel (Nanosekunde) und Trillionstel (Pikosekunde) unterteilt.

Auf der Uhr werden die Sekunden durch das vierte Rad und die Sekundenzeiger angegeben.

Selbstaufzug (Automatikwerk)

Bei diesem Mechanismus wird die Triebfeder automatisch durch die Bewegung des Arms aufgezogen, welche einen Rotor in Gang setzt, der wiederum, über spezielle Zahnräder, die Triebfeder aufzieht.

Tachometer

Ein Instrument zum Messen der Geschwindigkeit.

In der Uhrmacherkunst ein Chronograph oder Zähler mit einer Skala zum Ablesen der Geschwindigkeit in Kilometern pro Stunde (km/h) oder in einer anderen Einheit.

Telemeter

Ein Chronograph oder Unterzifferblatt mit einer Telemeter-Skala, mit der, auf Grundlage der Schallgeschwindigkeit, die Distanz zwischen einem Ereignis und einem Betrachter gemessen werden kann.

Tourbillon

Ein 1801 von Abraham-Louis Breguet entwickeltes und patentiertes System, um die Fehler auszugleichen, die durch die Erdanziehungskraft in aufrechter Position entstehen. Die Hemmung wird in einem Drehkäfig montiert, mit dem Regulierorgan (Unruh) in der Mitte.

Der Trieb des Hemmungsrads dreht sich um das feste vierte Rad. Der Käfig dreht sich allgemein einmal pro Minute und gleicht so die Fehler aus, die durch die vertikale Position entstehen, in der sich Taschenuhren zumeist befinden.

Diese zarte und komplexe Struktur ist einer der genialsten Mechanismen der Uhrmacherkunst. Eine vereinfachte und robustere Variante ist das Karussell, bei dem der Käfig nicht durch das vierte Rad, sondern das dritte angetrieben wird. Ein Tourbillon kann eine Anker- oder Chronometerhemmung haben.

Uhr

Eine tragbare Uhr, die in allen Positionen funktioniert.

Eine Armbanduhr besteht aus drei grundlegenden Komponenten:
•Das Uhrwerk, bestehend aus den verschiedenen mechanischen Komponenten, die zum Zeitmessen benötigt werden.
•Das Gehäuse, welches das Uhrwerk schützt.
•Zifferblatt und Zeiger, welche die Zeit angeben.
Eine Uhr kann auf verschiedene Weise getragen werden: Taschenuhr, Armbanduhr, Broschenuhr etc.

Uhrenarmband

Dient zur Befestigung der Uhr am Handgelenk. Ein Armband kann aus Gold, Silber, Edelstahl, Leder etc. gefertigt werden und sehr schlicht oder auch äußerst raffiniert gestaltet sein.

Uhrwerk

Die zusammengesetzten Organe und Mechanismen einer Uhr, d.h. der Aufzugs- und der manuelle Einstellmechanismus, die Triebfeder, das Räderwerk, die Hemmung und das Regulierorgan (Unruh und Feder).

Uhrwerk mit Handaufzug

Ein Uhrwerk, das über den Kronenaufzug von Hand aufgezogen wird.

Unruh

Ein kreisrundes, bewegliches Bauteil, das auf seiner Rotationsachse schwingt. Sie ist an die Unruhfeder gekoppelt, mit der sie hin und her bewegt wird und so die Zeit in exakt gleiche Einheiten unterteilt. Eine Hin- und Herbewegung („Tick-tack“) wird als Schwingung bezeichnet und jede Schwingung umfasst zwei Halbschwingungen.
Eine runde Masse (Radkranz) mit Speichen. Zusammen mit der Spiralfeder bildet sie das Regulierorgan der Uhr.

Vagues de Genève

Synonym für Côtes de Genève - Genfer Streifen. Ein Dekor mit wellenförmigen Linien, das oft zur Verzierung von hochwertigen Uhrwerken verwendet wird.

Versteckte Feder

Feder, die den Deckel eines Sprungdeckelgehäuses öffnet.

Wasserdichtigkeit

Die Wasserdichtigkeit einer Uhr wird in bar gemessen (eine Druckeinheit, bei der 1 bar 1 Atmosphäre oder atm entspricht).
Die Hersteller geben die Wasserdichtigkeit meist in Metern (m), Fuß (ft) oder Atmosphären (atm) an.
Eine Uhr, die als wasserdicht bezeichnet wird, mit oder ohne zusätzlicher Angabe zum Überdruck, muss getestet sein und den Kriterien der NIHS 92-10 entsprechen (Äquivalent zu ISO-2281 Internationaler Standard). Diese Uhren sind für den alltäglichen Gebrauch ausgelegt, mit Berücksichtigung von Eintauchzeiten wie etwa beim Freizeitschwimmen. Sie können bei wechselndem Luftdruck, Wasserdruck oder Temperaturschwankungen verwendet werden. Auch wenn sie eine Überdruckangabe haben, sind sie nicht zum Tragen bei Tauchgängen gedacht.
Eine Taucheruhr ist zum Tragen bei Tauchgängen in einer Tiefe von mindestens 100 Metern (330 Fuß) konzipiert. Sie muss ein Zeitkontrollelement enthalten und voll und ganz den Kriterien des NIHS 92-11 Standards (ISO 6425) hinsichtlich Leuchtkraft, Stoßfestigkeit, Antimagnetismus und Festigkeit des Armbandes entsprechen.

Zifferblatt

Eine Platte aus Metall oder anderem Material, die in einer normalen Uhr Stunden, Minuten und Sekunden anzeigt. Zifferblätter gibt es in einer nahezu unbegrenzten Vielfalt an Formen, Dekoren, Materialien etc.

Die Anzeige erfolgt mit verschiedenen Ziffern, Einteilungen oder Markierungen.
•Ein Aperture-Zifferblatt ist mit Öffnungen (Apertures) versehen, durch die Zeitangaben abgelesen werden können.
•Ein dreizehnteiliges Zifferblatt umfasst 12 Emailkartuschen für die Stunden, die um ein zentrales dreizehntes Emailelement angeordnet sind, das oft verziert ist und die Signatur des Herstellers trägt.
•Ein Kalenderzifferblatt umfasst die Anzeige von Tag, Datum, Monat, Jahr und religiösen Feiertagen.
•Ein Zifferblatt mit mehreren Zeitzonen (siehe Komplikation) gibt die Zeit in zwei oder mehr Zeitzonen an.
•Ein Zifferblatt mit Tidenmesser (siehe Komplikation) gibt die Zeiten von Flut und Ebbe eines bestimmten Ortes an.
•Ein Regattazifferblatt (siehe Komplikation) hat eine Countdown-Funktion, mithilfe derer sich die Wettkampfteilnehmer in den letzten Minuten vor dem Rennen so nah wie möglich an der Startlinie positionieren können.
•Ein Orientierungszifferblatt (siehe Komplikation) verfügt über einen von einem speziellen Rad angetriebenen Zeiger, der auf dem Zifferblatt eine volle Umdrehung innerhalb von 24 Stunden macht und nach Norden zeigt, wenn der Stundenzeiger zur Sonne gerichtet ist.
•Ein Taucheruhrenzifferblatt (siehe Komplikation) zeigt die Auftauchzeit und gegebenenfalls auch die Dekompressionsstopps und -zeiten an.

Zweite Zeitzone

Eine Uhr, die gleichzeitig die Zeit in zwei Zeitzonen angibt, üblicherweise die Ortszeit und die Zeit am Heimatort des Uhrenträgers.


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